Vereinsreise 2013

Tradition verpflichtet und so sind 22 Mitglieder des Veloclubs Leibstadt am Freitag 5. Juli, Richtung Thun aufgebrochen. Das gemeinschaftliche Erleben und Geniessen auf dem Velo stand im Vordergrund. Dazu bot dieses Mal das Berner Oberland perfekte Bedingungen.

Neben zwei Velofahrergruppen machten sich auch eine kleine 4-Cross Fahrertruppe am Abend auf den Weg. Diese bestand zur Hälfte aus Schülern, die zuerst noch den letzten Schultag absolvieren mussten, bevor sie in die Ferien gehen konnten.
Als erstes machten sich nach der Gepäckabgabe am frühen Freitagmorgen die ‚Geniesser‘ auf den landen Weg nach Thun. Die ‚Rennrad-Racer‘ starteten etwa 15 Minuten später, mussten aber bereits auf dem Schmidberg einen unfreiwilligen Halt wegen eines Platten einlegen. Das war ja ein gutes Omen für die über 150 km lange Strecke. Nachdem auch der letzte sein Rad für die lange Reise auf Vordermann gebracht hatte, konnte es in zügigem Tempo weitergehen, so dass man die Vorausfahrenden kurz vor Seengen eingeholt hatte. So stand dem gemeinsamen Kaffeehalt in Reinach nichts mehr im Wege. Über Sursee und Huttwil ging es danach durch schöne Landschaften nach Fritzenberg, wo an ausgezeichneter Aussichtslage das verdiente Mittagessen eingenommen wurde. In der Zwischenzeit waren auch die Langsameren dort eingetroffen und sehr glücklich darüber, den grösseren Teil bereits hinter sich gelegt zu haben.
Über Sumiswald – Eggiwil führte die Reise durch das schöne Emmental Thun entgegen. Müde, aber stolz über die erbrachte Leistung, erreichten am Abend alle das Ziel, auch jene, die sich das nicht zugetraut hatten!

Ein Wetter, wie im Bilderbuch
Bei wolkenlosem Himmel starteten die Rennradfahrer am Samstag ihre traumhafte Tour über Riggisberg – Schwarzenburg – Guggisberg – Mouret und dem Lac de la Gruyère entlang dem Jaunpass entgegen. Trotz Beizensterben gab es dann in Jaun doch noch etwas zu Essen, wenn auch ohne grosse Auswahl. Nicht gerade ideal – bei brütender Hitze und vollem Magen musste der bis zu 14% steile Aufstieg zum Jaunpass in Angriff genommen werden. Trotzdem hatten es alle mit ihrem persönlichen Tempo doch noch geschafft. Die rasende Abfahrt mit traumhafter Kulisse war eine mehr als angemessene Entschädigung für die grossen Strapazen. Die Rückfahrt durch das Simmental war wie erwartet wegen des vielen Verkehrs eher mühsam. Nach beinahe wieder 150 km und etwa 2000 Höhenmeter mundete das Bier zurück im Hotel besonders gut.
Die jungen 4-Cross Fahrer machten derweil die BMX-Strecke in Blumenstein unsicher. Die Strecke war in einwandfreiem Zustand und der Club hatte auch noch einige neue Hindernisse hinzugebaut. Das Wetter war schon morgens super und man war um jeden Schattenplatz froh. Die Strecke selbst erlaubte viele verschiedene Linienführungen und war somit abwechslungsreich. Die Fahrer hatten eine Menge Spass und jeder konnte sich richtig auszutoben. Nachmittags, als alle ausgepowert waren, machten sich die Biker auf den Heimweg Richtung Thun und verbrachten den restlichen Tag im schönen Seebad direkt neben dem Hotel. Der See war mit 16°C nicht sonderlich warm, trotzdem traute sich jeder, das kühle Wasser selbst zu erleben. Es war eine angenehme Erfrischung und alle genossen das super Bergpanorama beim Baden. Nach dem Nachtessen machten sich die Jungen auf in die Stadt und liessen den Sommerabend in einer Bar ausklingen.

Rückreise mit Wehmut
Bei erneut ausgezeichnetem Wetter mussten wir am Sonntag leider bereits wieder die Heimreise antreten. Die ‚Geniesser‘ führte der Weg über eher flacheres Gelände über Burgdorf – Langenthal – Gösgen. Die acht ‚Angefressenen‘ hatten eine sehr anspruchsvolle Route vor sich. Am Thunersee entlang, mit wunderbarem Panorama auf Eiger, Mönch und Jungfrau, führte der Weg weiter über Brienz auf den Brünigpass. Wie erwartet, hatte es auf dem oberen Teil des Brünigs leider starken Verkehr, der nicht umfahren werden konnte. Dafür entschädigte nach dem Kaffeehalt die von Autos ungestörte Abfahrt nach Giswil umso mehr. Über verkehrsarme Wege und Strassen fuhr man auf der linken Sarnerseeseite und über Kerns- Stans dem starken Wind entgegnen nach Beckenried.
Nach sehr gutem Mittagessen und Abkühlung einiger Überhitzter im See, war das letzte Highlight die Überquerung des Vierwaldstättersees mit der Fähre. Weiter ging es der schönen Seeuferstrasse entlang über Weggis nach Küssnacht und dann nach Sins – Bremgarten der Heimat entgegen. In Mellingen fand man endlich doch noch eine offene Wirtschaft, so dass der Flüssigkeitshaushalt wieder in Ordnung gebracht werden konnte. Mit vereinten Kräften gegen die Bise trafen alle wohlbehalten aber müde, nach zirka 190 km im Unteren Aaretal ein. Die Geniesser waren zu diesem Zeitpunkt bereits am Ziel. Eine sehr schöne, aber auch anstrengende Vereinsreise wurde so bei gemeinsamen Bier abgeschlossen.

4-Cross Biker in Sihlcity
Die 4-Cross Fahrer packten Sonntagmorgen ihre Sachen und fuhren los in Richtung Zürich. Nein, nicht zum Zürifest, sondern zum neu errichteten Bikepark beim Sihlcity-Gelände. Der riesige Pumptrack mit diversen Lines und Sprüngen machte mächtig Spass und war optimal, um unterschiedlichste Techniken und die Ausdauer zu trainieren. Glücklicherweise waren wenige Biker vor Ort, so dass man alles Mögliche ausprobieren konnte. Insgesamt hatten alle VCLer eine Menge Spass und auf dem Heimweg waren alle geschafft und müde. Natürlich wurden an beiden Tagen wieder tolle Bilder gemacht, welche allen Fahrern als Erinnerung an das Wochenende bleiben werden.

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Über Florian Gärtner - "admin"

Florian ist Technischer Leiter des Veloclub Leibstadt und somit verantwortlich für die Renn- und Nachwuchsabteilung im Mountainbikebereich. Er ist ebenso an der Organisation des MTB Festivals Leibstadt beteiligt und amtet nebenbei hier als Webmaster.